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Birke (Betula pendula (Hängebirke) und betula pubescens (Moorbirke))

Von: Chưa được phân loại 08/01/2019
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Schneeweiß ist ihre Rinde, ihre frischen grünen Blätter stehen für Licht, Frühling und Neubeginn. Selbst gezapftes Birkenwasser fordert die Gesundheit und vor Birkenzucker nehmen Bakterien Reißaus.

Botanik

Strahlend und freundlich wirken Birken, was an ihrer leuchtenden Rinde und an den hellgrünen Blättern liegt. Die bei uns weitverbreitete Hängebirke erreicht einen Kronendurchmesser von bis zu 30 Metern. Wenn sich ihre schneeweiße Rinde schält, kommt eine schwarze, steinharte Borke zum Vor schein. Birkenblätter sind auffallend dünn, unten heller als oben und klebrig. Schaut man sich die Blütenkätzchen der Hängebirke genauer an, so kann man die männlichen von den weiblichen dadurch unterscheiden, dass sie länger sind und eher braun als grün. Ihre Schwester, die Moorbirke, ist wesentlich kleiner, stärker verästelt und macht im Vergleich einen etwas krummen Eindruck.

Geschichte

Die Birke war einer der ersten Bäume, die sich nach der Eiszeit in Mittel- und Nordeuropa ansiedelten. Die Germanen verwendeten Birkensaft für einen Schönheits- und Stärketrank. Aus der jungen Rinde fertigte man Marten und Taschen. Auch Schuhe, Löffel und sogar Teller nähten unsere Vorfahren aus Birkenrinde und dichteten diese mit Harzen ab. Der bekannte Alpenüberquerer „Ötzi“ trug einen Becher aus Birkenrinde bei sich. Birkenharz gilt zudem als einer der ältesten Kaugummis. Die Birke war einer der ersten Bäume, die sich nach der Eiszeit in Mittel- und Nordeuropa ansiedelten. Die Germanen verwendeten Birkensaft für einen Schönheits- und Stärketrank. Aus der jungen Rinde fertigte man Marten und Taschen. Auch Schuhe, Löffel und sogar Teller nähten unsere Vorfahren aus Birkenrinde und dichteten diese mit Harzen ab. Der bekannte Alpenüberquerer „Ötzi“ trug einen Becher aus Birkenrinde bei sich. Birkenharz gilt zudem als einer der ältesten Kaugummis.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Der Volksname „Nierenbaum“ sagt viel über die Heilkräfte der Birke aus. Birkenblätter können die Nieren so stark anregen, dass um 10 Prozent mehr Flüssigkeit ausgeschieden als aufgenommen wird. Die jungen Birkenblätter werden bis etwa Ende Juni geerntet und frisch oder getrocknet aufgegossen. Legt man im März das Ohr an einen Birkenstamm, so hört man ihn rauschen. Die Birke beginnt Wasser in die Knospen zu schicken, um dann die Blätter zu entfalten. Von diesem Birkenwasser kann man etwas abzweigen, weil es besonders gut die Nieren spült. Zudem wirkt es entzündungshemmend und entwässernd. Die Gewinnung von Birkenwasser ist nicht schwer. Man bohrt eine zumindest 20 Zentimeter dicke Birke mit einem Fünf-Millimeter-Bohrer an. Es genügt eine Tiefe von 3 bis 4 Zentimetern, damit die Rinde überwunden wird. Im Bohrloch wird ein Strohhalm angebracht und der Saft in einen Auffangbehälter geleitet. Frisches Birkenwasser hält nur einige Tage im Kühlschrank. 3 Teile Birkensaft mit einem Teil 40-prozentigem Schnaps gemischt, ergeben eine haltbare Form von Birkensaft, der dann stamperlweise getrunken wird. Sobald die Blätter austreiben, versiegt der Birkensaft. Aus Birkenrinde kann man den Zucker austauschstoff Xylit (E-Nummer 967) gewinnen. Heute entsteht Xylit als Nebenprodukt der Zellstoffindustrie. Gegenüber Haushaltszucker hat Xylit den Vorteil, dass es den Blutzucker in Ruhe lässt und sogar gegen Bakterien und Hefen wirkt. So wird auch Karies von diesem Zucker zurückgedrängt, das wurde bereits wissenschaftlich
abge­sichert. Höchstens ein Esslöffel sollte pro Tag verzehrt werden, sonst ist die Last für den Darm zu groß.

Heilanwendung

Der Birkenblättertee hilft hervorragend bei der Entwässerung. Dazu nimmt man 4 Teelöffel getrocknete oder 4 Esslöffel frische Birkenblätter, übergießt sie mit 2 Liter kochendem Wasser, lässt sie 10 Minuten ziehen, seiht ab und genießt den Tee über den Tag verteilt. Er dient vor allem zum Durchspülen, deshalb sollte die Menge von 2 Litern pro Tag eingehalten werden. Über 3 bis 4 Wochen getrunken, empfiehlt sich der Birkenblättertee besonders für eine Frühjahrskur.

Tee zum Spülen der Harnwege

Zutaten: 2 Teile Birkenblätter, 2 Teile Brennnesselkraut, 4 Teile Goldrutenkraut, 2 Teile Löwenzahnkraut, 1 Teil Melisse

Zubereitung: Einen Esslöffel dieser Teekräutermischung mit einem Liter heißem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Am besten vormittags trinken.

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