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Causticum Hahnemanni (Ätzstoff Hahnemanns)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 13/12/2019
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Vorkommen, Verwendung

Das Ausgangsmaterial für den Ätzstoff Hahnemanns ist frisch gebrannter Kalk, der mit Kaliumhydrogensulfat nach den Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuchs verarbeitet wird.

Urtinktur

AG 1/2

Wirkung

Der Ätzstoff wirkt bevorzugt auf das Zentralnervensystem, die Schleimhaut des Rachens und des Kehlkopfes und die vegetativen Nerven der Harnblase und des Mastdarmes.

Anwendungsgebiete

Der Ätzstoff Hahnemanns wird angewandt bei chronischen Rachen-Kehlkopf-Entzündungen, nächtlichem Bettnässen, unwillkürlichem Urinabgang, Gesichtslähmungen durch Ausfall des Fazialisnervs, Reizblase der Frau und juckenden, brennenden, trockenen Hautveränderungen (hier sowohl innerlich wie äußerlich). Der Ätzstoff Hahnemanns ist ein umstrittenes Mittel, aber viele kritische Homöopathen, wie zum Beispiel Stiegele, konnten sich durch Erfahrung von der Wirksamkeit dieses Mittels überzeugen. Eingesetzt wird es in den Verdünnungen D 3, D 4, D 6 und höher sowie in Ampullen mit den Verdünnungen D 4 bis D 30. Äußerlich verwendet man den Ätzstoff Hahnemanns bei Verbrennungen mit Blasenbildung. Dazu gibt man auf 1/3 Liter Wasser 6 Teelöffel Ätzstoff und 3 Eßlöffel Weingeist. Mit dieser Flüssigkeit werden die Umschläge für die Verbrennungen getränkt. Bei eiternden Wunden und Geschwüren, bei denen sich wildes Fleisch bildet, gibt man für die Umschläge 10 Tropfen Ätzstoff auf einen Eßlöffel Wasser. Damit kann man auch Nagelgeschwüre und eingewachsene Zehennägel behandeln.

Arzneimittelbild

Zu den Symptomen des Arzneimittelbildes zählen unerträgliche Unruhe im ganzen Körper, große Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft, ein starkes Kältegefühl, das jedoch von starken Schweißausbrüchen begleitet ist, Brennen und Ziehen in den Gliedern, gichtige und rheumatische Beschwerden, die im Bett und bei Wärme gemildert werden, ein Gefühl, als ob einzelne Glieder öfter absterben würden, Lähmung einzelner Körperteile, Herabfallen der Augenlider, Lähmungen durch Erkältungen in großer, trockener Winterkälte, hysterische Krämpfe und Zuckungen, Schwindel mit Angst und Schwäche, krankhaftes Verlangen nach gesalzenen und geräucherten Speisen, Widerwillen gegen alles Süße, Blutungen aus der Harnröhre, unwillkürlicher Urinabgang (auch beim Husten, Niesen und Gehen) und zögernder Eintritt der Regelblutung. Die Symptome werden morgens zwischen 3 und 5 Uhr schlimmer. Sie bessern sich hingegen in Bettwärme.

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