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Cimicifuga (Wanzenkraut)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 13/01/2019
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Vorkommen, Verwendung

Das Wanzenkraut (Cimicifuga racemosa [L.] Nutt.) hat seinen Standort in Europa, Asien und Nordamerika. Verwendet wird der frische Wurzelstock, der Aeetaein, Cimicifugin, Tannin, Fettsäuren, Salicylsäure und das Alkaloid Cytisin enthält, um das homöopathische Arzneimittel zu gewinnen.

Urtinktur

AG 1/3

Wirkung

Das Wanzenkraut wirkt besonders auf die Eierstöcke, die Gebärmutter, die Hirnhangsdrüse, die Gelenke, die Muskeln und das Zentralnervensystem. Besonders wirkt es bei Frauen in den Wechseljahren, die depressiver, reizbarer, hysterischer oder erregter Stimmung sind.

Anwendungsgebiete

Das Wanzenkraut wird überwiegend bei Frauenleiden eingesetzt, zum Beispiel bei verlängerter und verstärkter Regelblutung, Ausbleiben der Regelblutung, schmerzhafter Regelblutung, erschwerter Geburt, drohender Fehlgeburt, Gebärmutterblutungen, die durch mangelhaftes Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur Zustandekommen, und bei Beschwerden in den Wechseljahren, die mit Depressionen einhergehen. Außerdem wird es zur Behandlung von nichtentzündlichen Gelenkschäden (Arthrosen), Rheumatismus während der Wechseljahre, gestörter Funktion der Himanhangsdrüse und dadurch bedingter Fettleibigkeit und Magersucht sowie bei anfallweise auftretenden Kopfschmerzen (Migräne) eingesetzt. Man verordnet einige Wochen vor der Geburt 3mal täglich 5 bis 10 Tropfen in den Verdünnungen D 3 oder D 4, um die Geburt zu erleichtern und übermäßige Wehentätigkeit zu verhindern. Bei zu lange anhaltenden und zu starken Gebärmutterblutungen nach der Geburt gibt man mehrmals täglich 10 Tropfen der Urtinktur als Stoßtherapie. Bei drohender Fehlgeburt gibt man ebenfalls mehrmals 10 Tropfen in der Verdünnung D 4. Ansonsten werden die Verdünnungen D 1 bis D 30 und Ampullen mit den Verdünnungen D 3 bis D 12 verwendet.

Arzneimittelbild

Zu den Symptomen des Arzneimittelbildes gehören heftige Kopfschmerzen, anfallartig auftretende Kopfschmerzen (Migräne) durch Erkrankungen der Geschlechtsorgane, nervöse Herzbeschwerden mit Angstgefühlen über der Brust, Schlaflosigkeit, Gemütsstörungen, Schwermut, schmerzhafte Regelblutungen mit Krampfschmerzen und dem Gefühl, die Gebärmutter sei vorgefallen, veitstanzähnliche Verhaltensweisen, Doppeltsehen, Flecken vor den Augen, Schmerzen in den Augen, einschießende Schmerzen in den Augapfel, Gelenk- und Muskelrheumatismus, Ischiasschmerzen, die häufiger links als rechts auftreten und in das ganze Bein ausstrahlen, Ischiasschmerzen im Wechsel mit Koliken, Durchfall, Harnverhalten, steifer Nacken und Schmerzen der Wirbelsäule.

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