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Cina (Zitwer)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 26/01/2019
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Vorkommen, Verwendung

Der Zitwer (Artemisia cina O. C. Berg et C. F. Schmidt), fälschlicherweise auch als Wurmsamen bezeichnet, wächst im Iran und in Turkmenien. Verwendet werden die Blütenköpfchen, kurz bevor sie aufblühen. Sie enthalten Santonin, Artemisin, Cholin, ätherisches Öl (Cineol), Wachs, Fett, Tannine und harzartige Stoffe.

Urtinktur

D 1 AG 1/10

 

Wirkung

Die Zitwerblüten beeinflussen das vegetative Nervensystem, bevorzugt den Vagusnerv, den Magen-Darm-Kanal, die willkürliche und unwillkürliche Muskulatur sowie die Blase. Besonders wirksam sind die Zitwerblüten offenbar bei Kindern.

Anwendungsgebiete

Zitwerblüten dienen zur Behandlung von Spasmophilie, einer Stoffwechselstörung von Kindern, die mit Muskelkrämpfen und Ubererregbarkeit des Nervensystems einhergeht, nervösen Erregungszuständen, Störungen des Auges, sich an die jeweilige Sehentfernung anzupassen (Akkomodationsstörungen), Magen-Darm-Krämpfen, Würmern (Spulwürmern), Nervenleiden, Keuchhusten, Heißhunger bald nach der Mahlzeit, Übelkeit und Erbrechen (danach Gefühl von Leere und Hunger), Wurmbeschwerden und zur Behandlung der Folgen des Wurmbefalls, zum Beispiel bleiches Gesicht, blaue Ringe um die Augen, Juckreiz in der Nase und am After, starker Harndrang und Schmerzen in der Nabelgegend. Verwendet werden die Verdünnungen D 3, D 4, D 6 und Ampullen mit Verdünnungen ab D 4. Mit diesem Arzneimittel kann man auch eine Umstimmungstherapie durchführen. Dann gibt man längere Zeit die Verdünnung D 2.

Arzneimittelbild

Die Symptome des Arzneimittelbildes sind Ängstlichkeit, Weinerlichkeit, eigensinnige Launenhaftigkeit, krampfhafte Zuckungen in den Gliedern und Muskeln, Neigung zu Schwindel- und Ohnmachtsanfällen, unruhiger Schlaf, begleitet von unbewußtem Zähneknirschen, Leibschmerzen und Blasenkrämpfe, häufiges Gähnen, Nasenjucken, Sehstörungen mit Trübsichtigkeit, Störungen des Farbensehens und Schielen sowie Krampfhusten. Die Beschwerden verschlimmern sich nachts. Die Betroffenen sind sehr stark berührungsempfindlich.

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