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Cocculus (Kokkelspflanze)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 26/01/2019
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Vorkommen, Verwendung

Die Kokkelspflanze (Anamirta cocculus Wight et Am.) kommt im indomalaysischen Gebiet bis Neuguinea vor. Zur Herstellung des homöopathischen Arzneimittels werden die schwarzen Steinfrüchte mit Samen, die als Kokkelskörner in den Handel kommen, verwendet. Sie enthalten Cocculin, Salpeter und Pikrotoxin, ein giftiger Bitterstoff, der zum Fischfang benutzt wurde.

Urtinktur

D 1 AG 1/10

Hinweis

Pikrotoxin ist ein Krampfgift. Durch Wirkung im Stammhirn ruft es Dauerkrämpfe und rhythmische Krämpfe der Muskulatur, begleitet von Erbrechen, Speichelfluß und Bluthochdruck hervor. Gehen Sie vorsichtig mit diesem Mittel um, heben Sie es gesondert auf!

Wirkung

Die Kokkelskörner wirken auf das Zentralnervensystem, das parasympathische Nervensystem, die peripheren Nerven, den Magen-Darm-Kanal und die Gebärmutter.

 

Anwendungsgebiete

Das Anwendungsgebiet der Kokkelskörner erstreckt sich auf Sensibilitätsstörungen an den Händen und Füßen mit Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühlen (Akroparaesthesien), periphere Durchblutungsstörungen, allgemeine Krampfneigung der willkürlichen und unwillkürlichen Muskulatur, Übelkeit und Erbrechen bei Reisen, Drehschwindel mit Schwerhörigkeit und Ohrensausen (Morbus Meniere), anfallsartige Kopfschmerzen (Migräne), Krämpfe ähnlich wie bei der Fallsucht, nervöse Verdauungsstörungen, schmerzhafte Regelblutungen, anfallartig auftretende Nervenschmerzen und unvollständige Lähmungen. Eingesetzt werden die Verdünnungen D 2 bis D 30 und Ampullen mit Verdünnungen ab D 6.

Arzneimittelbild

Für das Arzneimittelbild sind folgende Symptome typisch: große, reizbare Schwäche, Erschöpfung, starke Depressionen, Dauerkrämpfe, die zunächst zur Muskelstarre, dann zu unkoordinierten Bewegungen der Muskeln führen, unvollständige Lähmungen, Schlund-, Magen- und Afterkrämpfe, Blähungskoliken, schmerzhafte Regelblutungen, Übelkeit und Schwindel, Einschlafgefühle, Kribbeln und Ameisenlaufen in den Händen, Schwindel und Erbrechen beim Kopfheben und Gliederzittern mit Schmerzen in den Armen, Beinen und der ganzen Wirbelsäule. Typisch ist der Wechsel der Beschwerden von der einen zur anderen Seite. Es besteht ein Gefühl der Leere und Hohlheit in den betroffenen Körperteilen. Die Beschwerden verschlimmern sich beim Autofahren oder bei Reisen mit dem Schiff und der Eisenbahn.

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