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Diphtherie bei Kindern: Ursachen, Beschwerden und Selbsthilfe

Von: Dr. med Heike Bueß-Kovacs 09/12/2017
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Bei der Diphtherie handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die den ganzen Organismus befallen kann, in den meisten Fällen aber Rachen und Kehlkopf betrifft.

Diphtherie Ursachen

Die Diphtherie wird durch das Gift (Toxin) eines Bakteriums hervor-gerufen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also beispielsweise durch Husten und Niesen.

Diphtherie Beschwerden

Zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu Fieber, Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen. Die Kinderfühlen sich müde und abgeschlagen. Auf den Mandeln bilden sich scharfrandige grauweiße Beläge mit einem roten Hof. Typisch ist ein süßlicher Mundgeruch. Außerdem schwellen häufig die Lymphknoten im Halsbereich an. Durch eine Verengung der Atemwege kann es auch zu akuter Atemnot kommen. In manchen Fällen bekommen Kinder bellende Hustenanfälle, man spricht dann von einem »echten Krupp«.

Wann zum Arzt?

Wenn sich beim Kind Symptome zeigen, die auf eine Diphtherie hinweisen, muss in jedem Fall so früh wie möglich der Kinder- und Jugendarzt konsultiert werden. Achten Sie besonders auf die Beläge im Rachenbereich. Auch ein blutiger Schnupfen bei Säuglingen ist ein Hinweis.

Diphtherie Behandlung

Wenn die Krankheit bereits voll zum Ausbruch gekommen ist, kann der Arzt in den meisten Fällen nur noch die Symptome behandeln, um die Beschwerden des Kindes zu lindern. Er verabreicht z. B. schmerz- und entzündungshemmende Mittel gegen die Beschwer-den im Rachen. In frühem Stadium ist es aber auch noch möglich, ein spezielles Serum zu verabreichen, das die Krankheit in ihrem Verlauf deutlich zu mildern vermag. Auch eine Therapie mit Antibiotika wie Penicillin oder Erythromycin wird er wahrscheinlich vornehmen, um die Wirkung der Bakterientoxine zu verringern.

Diphtherie Selbsthilfe

– Um Ihrem Kind die Schmerzen im Rachenbereich zu nehmen und das Schlucken zu erleichtern, sollten Mund und Rachen mehrmals täglich mit Salbeitee ausgespült werden.
– Auch das Bepinseln der Diphtheriebeläge mit verdünntem Zitronensaft lindert die Beschwerden.
– Für etwas größere Kinder, die schon gurgeln können, hat sich eine Salzwasser-Rachenspülung bewährt.

Vorbeugung

Gegen die Diphtherie gibt es eine Impfung, die in Kombination mit anderen Impfstoffen, z. B. gegen Keuchhusten und Tetanus, verabreicht wird. Die Impfung ist zuverlässig und bewahrt Kinder vor der schweren Infektionskrankheit.

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