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Felsenbeinfrakturen: Ursache, Symptome und Therapie

Von: Chưa được phân loại 15/01/2019
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Definition

Es handelt sich um Brüche des Fel­senbeins bei isolierten Schädelhirntraumen oder polytraumatisierten Patienten. Entsprechend des Frakturverlaufs unterscheidet man Pyramiden- längs- und -querfrakturen, die zu einer Eröff­nung des Mittelohres führen können.

 

Ursachen

Hauptsächliche Ursachen sind ein Schädeltrauma, Schlag oder Sturz. Hierbei ist die Unterscheidung wichtig, ob die Gewalteinwirkung von der Seite (Felsenbeinlängsfraktur) oder mehr von hinten- oder vorn-seitlich kommt (Felsenbeinquerfraktur). Eine strenge Unterscheidung in Längs- oder Querfraktur gibt es nicht. Meist sind die Übergänge fließend.

 

Symptome und Defintion

Felsenbeinfraktu­ren können sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen: Blutungen aus dem Ohr (Trom­melfellruptur, Hämatotympanon), Schwerhö­rigkeit (Kettenluxation, Labyrinthschädigung), Schwindel, Liquorrhö, Lähmung des N. facialis (Früh- oder Spätparese). Bei der Otoskopie kann festgestellt werden, ob eine Gehörgangsläsion mit einer Einengung des Gehörgangs oder eine Trommelfellruptur vorliegt. Daneben kann auch vorwiegend bei einer Felsenbeinquerfraktur ein Hämatotympanon nachweisbar sein. Weiterhin sind Hör- und Gleichgewichtsprüfungen erfor­derlich. Wichtig ist auch, dass die Funktion des N. facialis geprüft wird, was naturgemäß bei bewusstlosen Patienten nicht möglich ist. Eine Parese, die sofort auftritt, bezeichnet man als Sofortpäxsse, andernfalls handelt es sich um eine Spätparese. Weiterhin ist eine hochauflösende CT der Felsenbeine notwendig.

Therapie

Eine Pyramidenfraktur wird vorwie­gend konservativ behandelt. Dies umfasst die Säuberung des Gehörgangs, eine systemische Antibiose und einen sterilen Verband (keine Tamponade wegen der Gefahr einer aufsteigen­den Infektion). Bei einer Innenohrschädigung ist eine Hörsturztherapie und bei einer Fazialisspätparese ist eine Therapie wie bei der idiopathischen Form angezeigt. Bei einer Liquorrhö kann unter Antibiotikaschutz zunächst abgewartet werden. Eine operative Therapie ist bei einer knöchernen Einengung des Gehörgangs, einer starken Blutung, einer Sofortparese des N. facialis und einer persistie­renden Liquorrhö über einer Woche erforderlich. Eine Kertenluxation wird ggf. später nach einem Zeitraum von einem halben Jahr operiert.

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