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Hydrastis (Kanadische Gelbwurz)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 24/02/2019
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Vorkommen, Verwendung

Die Kanadische Gelbwurz (Hydrastis canadensis L.), auch Goldsiegelwurz genannt, hat ihre Heimat in Nordamerika. Verwendet wird der getrocknete Wurzelstock. Er enthält

Hydrastin, Berberin, Meconin, Canadin, Phytosterin, Fett, Harz, Stärke, ätherisches Öl und Chlorogensäure.

Urtinktur

D1 AG 1/10 +

Hinweis

Die Kanadische Gelbwurz ist bis einschließlich der Verdünnung D 3 verschreibungspflichtig. Holen Sie vor der Anwendung dieses Mittels ärztlichen Rat ein. In hohen Dosen wirkt die Kanadische Gelbwurz herzlähmend und betäubend. Außerdem führt sie zu Muskelstarre.

Wirkung

Die Kanadische Gelbwurz wirkt speziell auf das Zentralnervensystem, die Gefäßnerven, die unwillkürliche Muskulatur der Gallenblase, der Gebärmutter und des Magen-Darm-Traktes sowie auf die Schleimhäute und die Drüsen.

Anwendungsgebiete

Durch ihre gefäßzusammenziehende Wirkung ist sie ein gutes Mittel, um Blutungen zu stillen. Deshalb wird sie zur Behandlung von verlängerten und verstärkten Regelblutungen, Blutungen aus der Gebärmutter außerhalb der Regel und Blutungen aus gutartigen Geschwülsten der Gebärmuttermuskulatur (Myome) genutzt. Außerdem hilft sie bei Weißfluß mit Jucken in der Scheide. Weiterhin ist die Kanadische Gelbwurz bei einigen Erkrankungen der Atemwege wirksam. Dazu zählen chronischer Schnupfen, Schnupfen mit starker Schleimabsonderung, starkem Brennen und Wundheitsgefühl in den Nasenlöchern, Stockschnupfen mit Stimkopfschmerzen und andere chronische Entzündungen der oberen Luftwege. Zusätzlich hilft die Kanadische Gelbwurz bei entzündlichrundlichen Veränderungen der Schleimhaut der Mundhöhle (Aphthen), Geschwüren in der Mundhöhle, Magenschleimhautentzündungen mit Verstopfung und Leberstörungen, Lidrand- und Augenbindehautentzündungen, Auszehrung durch Krebs und allgemeinem körperlichen Verfall. Die Kanadische Gelbwurz ist grundsätzlich ein stärkendes und säfteverbesserndes Mittel. Zur äußerlichen Behandlung vermischt man 5 Gramm der Urtinktur mit 95 Gramm Glycerin. Damit behandelt man die Stinknase (Ozaena) und unterstützend Krebsgeschwüre. Ansonsten verwendet man die Urtinktur, die Verdünnungen D 1 bis D 6 und Ampullen mit der Verdünnung D 4.

Arzneimittelbild

Typische Symptome des Arzneimittelbildes der Kanadischen Gelbwurz sind dicke, gelbliche, fadenziehende Absonderungen der Schleimhäute, Koliken mit Blähungen, hartnäckige Verstopfung, Leber- und Magenschmerzen, nässende Hautausschläge, Halsschmerzen, übelriechende Geschwüre, Ohrenfluß mit Verstopfung des inneren Gehörgangs sowie Schmerzen im After nach dem Stuhlgang.

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