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Malve und Eibisch

Von: Ursel Bühring 03/01/2019
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Geschichte

Wer einmal Malvenblätter oder -blüten zwischen den Fingern zerrieben hat, spürt den weichen Pflanzenschleim. Der Name verrät schon die Heilkraft: „Malva“ ist von griechisch „malakos“ (= weich, erweichend) abgeleitet. Hildegardvon Bingen nannte die Pflanze „Babela“; das führte zum älteren deutschen Namen „Bappel“ bzw. „Käsepappel“, denn die unreifen Früchte sehen aus wie kleine Käseleibchen, sie sind nahrhaft und man kann daraus ein schleimiges, breiiges Gemüse, eben einen „Bapp“ herstellen. Schon der griechische Schriftsteller Hesiod um 750 v. Chr. erwähnt diesen „Bapp“ als beliebte kräftigende Speise, die „pappsatt“ macht.

Wie so oft hat sich das Anwendungsspektrum über die Jahrhunderte bis heute erhalten: Bereits vor 5000 Jahren wurde „Tung Kuei Tze“, wie die Malve in China heißt, bei Verdauungsstörungen angewendet. Von Moses wird im Alten Testament berichtet, dass er Fieberkranken Malventee zu trinken gab, und wer weiter in der Bibel blättert erfährt, dass der greise Simeon durch einen Malvenextrakt seine Sehkraft wieder gewonnen hatte und Christus im Tempel sehen konnte. Seit dem 8. Jahrhundert wurde die Malve in Klöstern und später in Bauerngärten als Heilpflanze und Gemüse angebaut. Im Mittelalter nannte man sie „Omnimorbia“, die „Heilpflanze für alle Krankheiten“. Das alte Sprichwort „Malve im Gemüsegarten lässt den Doktor draußen warten“ beschreibt die gleiche Wertschätzung.

Der weichblättrige Eibisch mit seiner stark schleimhaltigen Wurzel wird auch treffend „Heilwurz“ oder „Sammetpappel“ genannt. Der Gattungsname Althea stammt ab vom griechischen „altho“ (= heilen). Seine hautschützenden Eigenschaften sollen die Priesterinnen des Apollo angewendet haben, indem sie ihre Fußsohlen mit Eibischsalbe bestrichen, bevor sie zu Ehren des Gottes über glühende Kohlen liefen. Die Eibischwurzel enthält dreimal soviel Pflanzenschleime wie die Malve und soll doppelt so wirksam sein, denn „alles wozu Malva dienet dazu dient der Ibusch zweifältig, darum er auch bimalva genennetwird“ (Lonicerus).

Botanisches

Die Familie der Malvengewächse (Malvaceae) ist mit 1500 weltweit vertretenen Arten groß und vielseitig – dazu gehören beispielsweise auch der Hibiskus, die Baumwolle oder die afrikanischen Okraschoten. Familienmitglieder wie die bis 2 m hohe Stockrose (Althaea rosea) und der bis 1,50 m hohe Echte Eibisch (Althaea officinalis) zieren vor allem alte Bauerngärten und schmücken, an einer Hauswand oder einem Zaun angelehnt, diese mit der üppigen Farbenpracht ihrer Blüten.

Der in allen Teilen filzigweiche Eibisch stammt ursprünglich vom östlichen Mittelmeer, dem Kaspischen und Schwarzen Meer, hat sich aber inzwischen bis nach Nordafrika und Sibirien ausgebreitet. Vereinzelt findet man ihn auch wild an der Ostsee auf feuchten Wiesen und salzigen Böden (nicht sammeln, denn dort ist er geschützt!), in der Hauptsache aber wird er in Kultur oder in Gärten angebaut. Er enthält besonders viele Pflanzenschleime, da seine starken, fleischig-schleimigen Wurzeln spezielle Schleimzellen besitzen. Eibisch hat einen aufrechten Stängel und samtweiche, weißfilzig behaarte Blätter, die spiralförmig am Stängel angeordnet sind und zarte, weißrosa Blüten. Das die ganze Pflanze umhüllende, weichsilbrige Härchenkleid schützt die stark schleim- und feuchtigkeitshaltige Pflanze vor dem Austrocknen. Medizinisch verwendet werden sowohl der Echte Eibisch (Althaea officinalis) als auch die 50 cm hohe Weg-Malve (M. neglecta) und die 1 m hohe Wilde Malve (Malva sylvestris), die beide aus Westasien und (Süd-) Europa kommen. DieMalven sind mehrjährig und wachsen aus einer spindelförmigen Wurzel mit aufrechtem Stängel und gestielten, meist 5-lappigen Blättern an Weg- und Wiesenrändem, Unkrautfluren oder an sonnigen Hängen. In den Blattachseln entspringen die Blüten, deren 5 rosalila Blütenblätter wie schmale Herzen leuchten und Insekten zur Nektarquelle locken – denn die Blüten duften nicht.

Anbau und Ernte

Säen Sie die Samen von Malven im Aprü direkt ins Freiland, bevorzugt auf nährstoffreichem Boden in warmer, windgeschützter, nicht zu trockener Lage, oder setzen Sie Jungpflanzen im Abstand von 40 cm. Die einjährige Unterart der Wilden Malve, die bis 2 m hohe Mauretanische Malve (Malva silvestris subsp. mauritiana) mit dunkelvioletten Blüten wächst üppiger, enthält mehr Pflanzenschleime und mehr zellschützende Anthozyane und ist damit heilkräftiger. Gegen den häufig vorkommenden Malvenrost schützt und stärkt Schachtelhalmtee als Gießwasser.

Der Eibisch bevorzugt feuchte, eher salzhaltige Böden (in Küstennahe), aber er gedeiht natürlich auch im „Binnenland“. Die Aufzucht von Eibisch geschieht durch Samen im Frühbeet, oder einfacher durch Verpflanzung von Wurzelauslegern älterer Exemplare.

Blüten und Blätter von Malve und Eibisch ernten Sie mit Kelch, aber ohne Stiel, täglich am späten Vormittag von Juni bis August, jedoch nicht an Regentagen. Achten Sie darauf, dass das Sammelgut keinerlei Pilz- oder Insektenschäden aufweist. Breiten Sie Blüten und Blätter sorgfältig nebeneinander aus, so dass sie nicht übereinander liegen und schnell und vollständig durchtrocknen können. Bewahren Sie sie anschließend gut vor Feuchtigkeit geschützt auf, denn durch ihren hohen Schleimgehalt besteht leicht Schimmelgefahr.

Die Eibischwurzel ernten Sie im zweiten Jahr an einem frühen Morgen bei Sonnenaufgang im Spätherbst, dann hat sie einen wesentlich höheren Schleimstoffgehalt als im Frühjahr. Befreien Sie sie von der holzigen Hauptwurzel, von Wurzelfasern und Rindenschichten und trocknen Sie die Wurzelzweige und Nebenwurzeln behutsam und rasch bei 35 °C, dann können sich keine Schimmelpilze ansiedeln. Fleckige, muffigriechende Ware sollte ausgesondert werden.

Wirkungen

Der hohe Schleimgehalt in Malven ist verantwortlich für die reizlindernde Wirkung bei Haut- und Schleimhautentzündungen; die Pflanzenschleime legen sich wie ein Schutzfilm über entzündete Schleimhäute des Atem-, Verdauungs- und Genitaltraktes und schützen vor weiteren Reizungen. Die einhüllende, oberflächenabdichtende Wirkung der Schleimstoffe lassen die gereizten, entzündeten Stellen darunter schneller abheilen und lindern gleichzeitig die Schmerzen. Außerdem erweicht die Malve die Haut, löst abgestorbene Schleimhaut, verflüssigt zähe Bronchialsekrete und unterstützt zusätzlich das Immunsystem. Malven- oder Eibischtee (nicht Hibiskustee!) lindert Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut und Erkrankungen der oberen Atemwege wie Husten, Heiserkeit oder Kehlkopfkatharrh. Bei Sodbrennen entfaltet der Tee säurebindende Eigenschaften. Der schleimhaltige Malventee bindet Gifte, aber auch Nährstoffe, deshalb sollten Sie ihn intermittierend einnehmen, das heißt 1 Woche trinken, 1 Woche Pause machen etc. Der Teeauszug lindert Magen-Darm-Schleimhautentzündungen wie Gastritis oder Colitis ulcerosa. Malvenkraut mit Gerste zusammen als Suppe gekocht, löst hartnäckige Verstopfung und lindert Darmgeschwüre.

Äußerlich kann Malven- oder Eibischtee zum Gurgeln bei Halsschmerzen angewendet werden oder als kühlende, beruhigende, juckreizlindernde Kompresse bei Hauterkrankungen: trockene, entzündete Haut, Wunden, Sonnenbrand, Nesselausschlag, Insektenstichen, Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte sowie bei trockenen oder überanstrengten Augen. Auch als Badezusatz bei ekzematöser, trockener Haut, Hämorrhoiden oder in der Frauenheilkunde bei Entzündungen der Genitalschleimhaut, sowie als Waschung in der „Naturkosmetik“ bei sensibler, trockener Haut. Blüten und Blätter, roh oder gekocht dem Salat beigegeben, werden in der Volksheilkunde seit langem als Mittel gegen chronische Verstopfung eingesetzt, denn die Malve wirkt auch mild abführend. Die zarten Blütenblätter mit ihrem milden Geschmack zieren Salate oder Obstspeisen; Malven- oder Eibischblätter können klein gezupft Salaten beigegeben oder wie Blattspinat kurz gekocht werden. Die noch weichen, kleinen, runden Früchte können wie Nüsschen über Speisen gestreut oder pur gegessen werden – das ist wohlschmeckende Labsal für empfindliche Magen-Darm-Schleimhäute.

Die Eibischwurzel hat man früher zahnenden Kindern zum Kauen gegeben; sie erweicht das Zahnfleisch und erleichtert damit den Durchbruch der ersten Zähnchen. Solche Wurzelstückchen galten zugleich als die ältesten Hustenbonbons gegen Reizhusten, die wohltuende Wirkung kann man natürlich auchheute noch genießen. Eine heiße Breizubereitung unterstützt Abszesse und Furunkel beim Aufbrechen und Reifen.

Hinweis: Beim Trinken von Heilpflanzentees mit Pflanzenschleimen sollte man generell nach einer Woche Einnahme jeweils eine Woche Pause einlegen, da die Pflanzenschleime, die einen schützenden Film über die Magenschleimhäute legen, gleichzeitig aber eine optimale Nährstoffaufnahme behindern.

Medizinische Anwendung: Malvae flos/folium und Althaeae radix/folium/ flos

Inhaltsstoffe, Malve: Schleimstoffe (Blüten 10%, Blätter 8%), wenig Gerbstoffe, in den Blättern Flavonglykoside, in Malvenblüten das Anthozyanglykosid Malvin und Spuren ätherischer Öle.

Eibisch, Wurzel: Schleimstoffe (35%), Pektin (11%), Stärke (37%), Zucker, phosphatreiche Minerale, Asparagin, Betain. Eibisch, Blatt/Blüte: Schleimstoffe (5%), wenig ätherische Öle und Gerbstoffe, Flavonoide, Kumarine.

Anwendung, Malve, innerlich: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, trockener, entzündlicher Reizhusten, Heiserkeit und Kehlkopfkatarrh. Äußerlich: Zum Gurgeln bei Halsschmerzen, als reizlindernde Auflage auf Haut und Schleimhaut. Anwendung, Eibisch, innerlich: Als Schleimmittel bei akuten Atemwegserkrankungen, Heiserkeit, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis), als Pillenmasse und Geschmackskorrigenz.

Kommission E, Malve, äußerlich: Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum; trockener Reizhusten. Eibisch, Wurzel, äußerlich: Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundener trockener Reizhusten. Innerlich: Leichte Entzündung der Magenschleimhaut.

Tagesdosis, Malve: 5 g Blüten und Blätter. Eibisch: 6 g Wurzel, 5 g Blätter; 10 g Eibischsirup (Apotheke).

Nebenwirkungen/Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Tee & mehr

Malventee

1 TL Blätter und/oder Blüten mit 1 Tasse kaltem Wasser übergießen (um die heilsamen Schleimstoffe zu erhalten), unter gelegentlichem Umrühren 1-2 Stunden ziehen lassen. abgießen. 2-3 Tassen täglich schluckweise trinken (so wird der Tee im Mund erwärmt und die Schleimhaut immer wieder benetzt) . Eine Woche lang durchführen, danach eine Woche Pause (siehe oben). Diesen Zyklus 2- bis 3-mal wiederholen. Für die kosmetische Verwendung setzen Sie den Malventee statt mit Wasser mit Rosenwasser aus der Apotheke an.

Eibischwurzeltee

1 EL Wurzel mit 1 Tasse Wasser übergießen, unter häufigem Umrühren 2 Stunden stehen lassen, abgießen und bei Bedarf erwärmen. Eibischtee nicht kochen, denn dabei fällt die Stärke aus und es entsteht eine glibberige Masse!

Teemischungen

Frauentee (Aufguss)

Je 10 g Malven- und Brombeerblätter, je 20 g Eibisch- und Meisterwurzwurzeln (Apotheke) und Schafgarbenblüten (nach Vonarburg). 15 Minuten ziehen lassen.

4 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse trinken. Dieser Tee hilft bei Gebärmutterschleimhaut-Entzündung.

Weitere Zubereitungen

Malvenblüten-Bäder

Wenn die Scheidenschleimhaut trocken oder entzündet ist und empfindlich schmerzt, wird ein Malvenblütensitzbad als lindernde Wohltat empfunden. Nehmen Sie dafür etwa 31 doppelt so starken Tee, als Kaltauszug angesetzt, und geben diesen dem Sitzbadewasser bei. Bäder aus Malven können Sie auch bei Hauterkrankungen, entzündeten Wunden, bei Nagelbettentzündung oder eitrigen Ekzemen und bei Insektenstichen, Furunkeln und Hämorrhoiden anwenden.

Malvenpackung fürs Gesicht

Je 4 EL Malven-, Rosen- und Ringelblumenblüten mit 2 Tassen warmem Wasser übergießen,15 Minuten ziehen lassen und abgießen. In 2 EL Quark 2 EL des Tees und 1/2 TL Mandelöl einrühren und die Packung auf die Haut auftragen. Nach 20 Minuten die Packung mit einem Gesichtshandtuch, das Sie in den Rest des Tees getunkt haben, behutsam abtragen – diese Packung ist eine Labsal für trockene Haut.

Malven- oder Eibischtinktur

Füllen Sie frisch gesammelte Malvenblüten und -blätter locker in ein Glas und gießen es mit Korn (32%) auf. Täglich gut schütteln und nach 3 Wochen in dunkle Tropffläschchen abfiltrieren. Eibischtinktur setzen Sie an mit 75 g Eibischwurzeln in 1/4 l Alkohol (45%). Diese beiden Tinkturen mit ihrem reizmildernden und schleimhautschützenden Effekt lindern wohltuend Heuschnupfen. Wenn die Schleimhaut von Nase und Auge brennt und juckt, stündlich 10 Tropfen im Mund zergehen lassen.

Malvenöl

Ein Einmachglas mit getrockneten Malvenblüten (frische Blüten neigen zum Schimmeln) bis an den Rand füllen und mit Sonnenblumenöl auffüllen. 2-3 Wochen stehen lassen, gelegentlich schütteln. Abfiltrieren und in dunkle Fläschchen füllen. Malvenöl ist angenehm für die Pflege von spröder, trockener, rissiger (Schleim-) Haut. Das Öl eignet sich auch gut zur Weiterverwendung in Heilsalben.

Eibisch-Hustensirup

3 Handvoll Wurzeln mit 11 Wasser kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und abgießen. Mit 500 g Rohrzucker vermengt auf Sirupdicke einkochen (nach Vonarburg). Bei Husten mehrmals täglich ½  -1 TL einnehmen.

Eibisch-Hustenbonbons

3 EL Eibischwurzelstückchen in ½ l Wasser 20 Minuten köcheln und abgießen. 20 EL Tragant (Arabischer Gumme/Apotheke) in die noch warme Flüssigkeit rühren und gut vermengen; anschließend die Masse gleich durch ein Sieb geben und sofort 25 EL Rohrzucker einrühren. Sobald dieser sich aufgelöst hat, 1 verquirltes Eiweiß dazugeben, alles noch einmal gründlich vermengen und die Masse auf ein flaches Backblech streichen. Nach dem Auskühlen kleine Bonbonstückchen daraus schneiden und am besten einzeln einpacken (nach Vonarburg). Vorsicht, man könnte Husten haben wollen!

Eibischwurzel-Breiumschlag

Raffeln Sie frisch geerntete, gesäuberte Eibischwurzeln und streichen Sie die Masse mit etwas Honig vermengt auf ein sauberes Tuch. Zum Reifen von Furunkeln oder Abszessen bringen Sie den Eibischbrei auf die betroffenen Stellen auf.

Eibischmaske

2 EL pulverisierte Eibischwurzel mit 1 EL Honig in 3 EL heißem Wasser auflösen. Die Paste 1 Stunde lang auf das Gesicht auftragen bei. Das macht großporige, unreine Haut klar, rein und rosig. 1-mal pro Woche über mehrere Monate anwenden.

Eibischsalbe

2 EL zerkleinerte Eibischwurzel 2 Stunden lang in 200 ml Hamameliswasser (Apotheke) ansetzen. Danach 20 g Lamecreme (Emulgator, Apotheke) mit 70 ml Sesamöl im Wasserbad auf 60 °C erwärmen und unter Rühren schmelzen. Den Eibischschleim abgießen und ebenfalls im Wasserbad auf 60 °C erwärmen. Anschließend tropfenweise wie eine Mayonnaise unter die Sesamölmischung rühren und bis zum Erkalten weiter rühren. Zum Konservieren 20 Tropfen ätherisches Lavendelöl dazugeben. Fertig ist eine weiche Pflegecreme für trockene sensible, gereizte Haut, die vor allem im Winter vor Austrocknung schützt.

Ein so genannter „roter Malventee“ aus dem Lebensmittelhandel ist zwar ein guter Durstlöscher, besitzt aber nicht die Heilwirkung der Malve, denn er besteht aus Hibiskusblüten. Hibiskus (Hibiscus sabdariffa) enthält keine Pflanzenschleime; im Gegenteil, er ist säurehaltig und reizt entzündete Schleimhäute. Medizinisch wirksam ist nur der „blaue Malventee“ aus der Wilden und der Weg-Malve – achten Sie beim Einkauf darauf!

Neues Wissen

Eibischsirup kann bei Kindern die Beschwerden rasch und effizient lindern, meist sogar erheblich schneller als synthetische Hustenmittel. In einer Studie konnte die Effizienz und Arzneimittelsicherheit eines schleimstoffhaltigen Sirups aus Eibischwurzel bei Kindern bestätigt werden. Die hustenlindernde Wirkung setzte sofort beziehungsweise innerhalb von 15 Minuten ein, und bereits nach 3 Tagen hatten sich Intensität und Frequenz des Hustens deutlich reduziert. Die Verträglichkeit und Akzeptanz, die ja gerade bei Kindern eine große Rolle spielt, war ausgesprochen hoch.

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