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Masern: Ursachen, Selbsthilfte und Behandlung

Von: Chưa được phân loại 17/02/2019
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Beschwerden

Von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung vergehen 8 bis 14 Tage (Inkubationszeit). Gewöhnlich beginnen Masern mit Schnupfen, Husten, Bindehautentzündung und Fieber um 39 °C. Drei bis vier Tage später zeigt sich dann der Masernausschlag, das Fieber steigt auf bis zu 40 °C. Der typische Masernausschlag beginnt mit hellroten Flecken hinter den Ohren und breitet sich über den Kopf und den Oberkörper zu den Beinen hin aus. Meistens juckt er nicht. Nach drei Tagen wird der Ausschlag dunkler und bildet sich wieder zurück. Manchmal bleiben für ein bis zwei Wochen noch bräunliche Flecken auf der Haut.

Den Kindern machen bei einer Masernerkrankung vor allem ihre entzündeten und lichtempfindlichen Augen sowie ein trockener Husten und Halsschmerzen zu schaffen.

Ursachen

Virusinfektion, die durch direkten Kontakt, aber nicht durch Gegenstände übertragen wird.

Das Erkrankungsrisiko steigt

Bei Kontakt mit an Masern erkrankten Kindern. Das Ansteckungsrisiko ist aber relativ gering geworden, da mittlerweile ein großer Teil der Bevölkerung gegen Masern geimpft ist.

Mögliche Folgen und Komplikationen

Masern können von bakteriellen Infektionen begleitet sein, die zu einer Mittelohr- und Fungenentzündung führen. Ihre gefürchtetste Folge ist eine Gehirnentzündung ( Seite 427).

Vorbeugung

Masern gehören zu den besonders ansteckenden Kinderkrankheiten. Säuglinge unter vier Monaten sind im Allgemeinen gegen Masern durch Abwehrstoffe geschützt, die sie noch von der Mutter mitbekommen haben.

Vier Tage vor bis vier Tage nach Beginn des Ausschlags kann das erkrankte Kind andere anstecken. Um das zu verhindern, sollte das masernkranke Kind erst eine Woche nach Beginn des Ausschlags wieder mit anderen Kindern in Kontakt kommen.
Impfung, ( Seite 282).

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

• Wenn der Verdacht auf Masern besteht. Durch eine gründliche Untersuchung kann die Ärztin oder der Arzt erkennen, ob eine bakterielle Infektion hinzugekommen ist, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

Achtung: Wegen der Ansteckungsgefahr sollte die Kinderärztin oder der -arzt vor dem Besuch telefonisch auf den Masernverdacht aufmerksam gemacht werden.

Sofort in die kinderärztliche Praxis oder in eine Kinderklinik, wenn

• der Nacken steif wird: Das Kinn lässt sich nicht mehr auf die Brust drücken.

• Krämpfe auftreten.

• das Kind lethargisch und kaum ansprechbar wirkt.

• es zu ungewöhnlichen Blutungen (z. B. an den Schleimhäuten) kommt und sich unter der Haut dunkelrote Flecken bilden (Hinweis auf eine Veränderung der Blutgerinnung).

Selbsthilfe

Bettruhe. Durch die erhöhte Temperatur und das Schwitzen verliert das Kind Flüssigkeit. Sie sollten es deshalb ermuntern, möglichst viel zu trinken.

Oft werden fiebernde Kinder zu warm angezogen. Günstiger ist Baumwollkleidung bzw. eine leichte Decke und eine etwas kühlere Zimmertemperatur (etwa 18 bis 20 °C). Wadenwickel helfen dem Körper, sich abzukühlen (Wickel, Seite 873). Sie sollten nur dann angewandt werden, wenn Hände und Füße des Kindes warm sind.

Kühle Getränke und kühle, feuchte Zimmerluft lindern Halsschmerzen. Fruchtsäfte reizen durch ihren Säuregehalt die Rachenschleimhaut. Bei Schluckbeschwerden fällt das Essen von weicher oder pürierter Kost leichter als das von fester. Ein abgedunkeltes Zimmer schont die schmerzenden Augen.

Behandlung

Wie bei allen Viruserkrankungen können nur die Beschwerden gelindert werden.

Fieber senkende Medikamente sollten nur dann eingesetzt werden, wenn das Fieber über 39,5 °C steigt oder das Befinden des Kindes anhaltend stark beeinträchtigt ist. Verwenden Sie nur Medikamente mit dem Inhaltsstoff Parazetamol oder Ibuprofen K Einfache Schmerzmittel, Seite 837).

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