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Mumps bei Kindern: Ursachen, Beschwerden und Selbsthilfe

Von: Dr. med Heike Bueß-Kovacs 11/12/2017
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Die Kinderkrankheit Mumps wird im Volksmund auch Ziegenpeter genannt.

Mumps Ursachen

Mumps wird durch Viren übertragen. Die Erreger gelangen über Tröpfchen- oder Schmierinfektion in den Organismus. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 35 Tage. Der Krankheitserreger löst eine Entzündung im Bereich der (Ohr-) Speicheldrüsen aus. In seltenen Fällen greift die Infektion auch auf andere Organe über, wie z. B. die Bauchspeicheldrüse. Bei Jungen in oder nach der Pubertät kann.es auch zu einer sehr schmerzhaften Hodenentzündung kommen.

Mumps Beschwerden

Die Krankheit zeigt sich zunächst mit Symptomen eines grippalen Infektes und ist mit Fieber und allgemeinem Unwohlsein verbunden. Danach treten charakteristische Schwellungen vor den Ohren auf (zuerst meist einseitig). Die Kinder klagen über Ohrenschmerzen, Kaubeschwerden sowie Schmerzen beim Öffnen des Mundes. Auch die Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich sind geschwollen.

Wann zum Arzt?

Bei Verdacht auf Mumps sollten Sie den Kinderarzt konsultieren. Der »Ziegenpeter« verläuft nämlich nicht immer harmlos. Wenn er andere Körperdrüsen befällt, kann dies schwere Komplikationen nach sich ziehen. Bei Jungen in und nach der Pubertät kann eine beidseitige Hodenentzündung zu einer späteren Unfruchtbarkeit führen. Auch eine Gehirnentzündung folgt in seltenen Fällen einer Mumpserkrankung. Diese verläuft aber meistens gutartig. Der Kinderarzt muss das Kind genau untersuchen, um eine exakte Diagnose zu stellen und den Verlauf der Erkrankung einschätzen zu können.

Mumps Behandlung

Wenn keine Zeichen für einen ernsteren Verlauf bestehen, bedarf eine Mumpserkrankung keiner besonderen ärztlichen Behandlung. Meist reichen allgemeine Maßnahmen wie die Gabe von milden schmerzlindernden und fiebersenkenden Medikamenten aus (z. B. Paracetamol).

Mumps Selbsthilfe

– Geben Sie Ihrem Kind in der Zeit der Krankheit nur leichte Kost zu essen. Da das Kauen oft Schmerzen bereitet, sollte Ihr kleiner Patient jetzt nichts Hartes zu sich nehmen. Gut geeignet dage-gen: Kartoffelbrei, Karottenpürree, Suppen, weiches Hähnchen-fleisch, Joghurt, Quark, Säfte, Eiscreme.

– Lassen Sie Ihr Kind mit Salbei gurgeln. Die Heilpflanze enthält Wirkstoffe, die unangenehme Halsschmerzen sowie Reizungen der Schleimhaut zu lindern vermögen.

– Kühlende Umschläge mit essigsaurer Tonerde lindern die Schwellungen an den Ohren und im Kieferwinkel.

Mumps Vorbeugung

Gegen Mumps gibt es eine Schutzimpfung, die in der Kombination mit Röteln und Masern verabreicht wird.

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