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Nasennebenhöhlenentzündung bei Kindern: Ursachen, Beschwerden und Selbsthilfe

Von: Dr. med Heike Bueß-Kovacs 10/12/2017
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Bei der im medizinischen Sprachgebrauch Sinusitis genannten Nasennebenhöhlenentzündung kommt es zu einer Entzündung in den Hohlräumen, die sich in den Gesichtsknochen beidseits der Nase, an der Nasenwurzel und im Stirnbereich über den Augenbrauen befinden. Dies sind die Kieferhöhlen, Siebbeinhöhlen und Stirnhöhlen.

Nasennebenhöhlenentzündung Ursachen

Die Nasennebenhöhlen sind mit Schleimhaut ausgekleidet und mit Luft gefüllt. Außerdem stehen sie mit der Nase in Verbindung. Wenn es aufgrund von grippalen Infekten, Erkältungen oder allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen zu einer Reizung im Nasen-Rachen-Raum kommt, schwillt die Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen an. Krankheitserreger, die über die Nase eindringen, haben dann leichtes Spiel, sich in den Nebenhöhlen auszubreiten und eine Entzündung hervorzurufen.

Nasennebenhöhlenentzündung Beschwerden

Charakteristisch für eine Sinusitis ist ein Schnupfen, der länger als zwei Wochen anhält. Fast immer geht diesem »Stockschnupfen« ein Infekt der oberen Luftwege voraus. Durch die verstopfte Nase und die Schleimhautreizung ist die Nasenatmung eingeschränkt, und die Kinder müssen durch den Mund atmen. Typisch ist ein gelbliches oder grünliches Schnupfensekret, das aus der Nase austritt. Auch Kopfschmerzen, ein Druckgefühl im Stirn- und/oder Wangenbereich sowie Zahnschmerzen sind häufige Begleiterscheinungen einer Sinusitis. Wenn die Nasennebenhöhlenentzündung durch Bakterien ausgelöst ist, kann sie hoch akut verlaufen. Das Kind bekommt hohes Fieber, Wangen und Nase sind stark geschwollen, die Augen tränen und sind gerötet.

Wann zum Arzt?

Wenn die Beschwerden ausgeprägt sind und Verdacht auf eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung besteht, sollten Sie den Kinderarzt, gegebenenfalls auch einen Arzt für Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde konsultieren.

Nasennebenhöhlenentzündung Behandlung

Der Arzt wird Medikamente verordnen, die die Entzündung hemmen und die Schleimhaut zum Abschwellen bringen. Bei bakterieller Sinusitis sind oft Antibiotika nötig. Außerdem kann er Ihrem Kind Nasentropfen verordnen, deren Inhaltsstoffe – z. B. Xylometazolin – die Nasenschleimhaut zum Abschwellen bringen und so die Nasenatmung wieder erleichtern. Diese Mittel sind in kindgerechter Dosierung erhältlich, sollten aber nicht zur Langzeittherapie eingesetzt werden, weil sie die Schleimhäute längerfristig austrocknen können.

Nasennebenhöhlenentzündung Selbsthilfe

– Lagern Sie im Bett den Oberkörper Ihres Kindes hoch, das macht ihm das Atmen leichter.

– Ihr Kind braucht viel Flüssigkeit, um die Schleimhäute gut zu befeuchten und Krankheitserreger besser aus dem Körper auszuschwemmen. Gut geeignet sind Fleilkräutertees mit Pfefferminze, Thymian und Kamille.

– Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es spezielle Nasentropfen mit Kamillenzusatz, die entzündungshemmend wirken.

– Sie können die Nasenschleimhaut Ihres Kindes auch mit einer speziellen Salbe aus Berberitze und Schlehe einreiben, die Sie in der Apotheke erhalten. Diese Salbe hat abschwellende Eigen-schaften und fördert so die Regeneration der oberen Atemwege.

– Bei verstopfter Nase hilft außerdem eine Dampfinhalation mit Meersalz, die Schleimhaut zu regenerieren und die Nasenatmung zu erleichtern.

– Eine Rotlichtbehandlung kann die Therapie unterstützen und den Fleilprozess fördern.

Vorsicht: Kinder unter sechs Jahren sollten keine ölhaltigen Nasen-tropfen bekommen. Auch Präparate mit starken ätherischen Ölen wie Menthol oder Kampfer sind für Babys und Kleinkinder ungeeignet und können sogar gefährlich werden, weil sie manchmal Atemprobleme hervorrufen.

Nasennebenhöhlenentzündung Vorbeugung

– Der beste Schutz vor Nasennebenhöhlenentzündungen ist ein starkes Immunsystem, das vor allem Erkältungs- und Schnupfenviren gut in Schach zu halten vermag. Stärken Sie die Abwehr Ihres Kindes durch eine gesunde Kost, viel Bewegung an frischer Luft sowie ausreichenden Schlaf.

– Bei wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen kann sich eine Kurbehandlung mit Enzympräparaten als wirksam erweisen. Enzyme sind Aktivstoffe, die die Ausheilung von Entzündungsprozessen im Körper fördern und so das Immunsystem sehr effektiv bei seiner Arbeit unterstützen. Präparate, die auch für Kinder geeignet sind, gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

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