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Nasenpolypen bei Kindern: Ursachen, Beschwerden und Selbsthilfe

Von: Dr. med Heike Bueß-Kovacs 10/12/2017
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Polypen werden in der medizinischen Fachsprache als Adenoide bezeichnet. Es handelt sich um gutartige Wucherungen der Rachenmandeln.

Nasenpolypen Ursachen

Adenoide entstehen durch eine ständige entzündliche Reizung der oberen Luftwege. Da Kinder sehr viele Infekte durchmachen, ist dieser schwelende Entzündungsprozess ausgesprochen häufig. Infolge der Schleimhautwucherung werden die oberen Luftwege eingeengt, was zu Problemen mit der Atmung führt.

Nasenpolypen Beschwerden

Infolge der verstopften Nase atmen die Kinder meist durch den Mund. Typisch sind auch eine nasale Sprache sowie ein nächtliches Schnarchen. Der Nachtschlaf kann durch die erschwerte Atmung beeinträchtigt sein, die Kinder sind dann am Tag müde, unkonzentriert und unausgeglichen. Wenn die Ohrtube (Verbindung von Mittelohr und Nase) durch die Schleimhautwucherung verlegt wird, kann dies eine -> Mittelohrentzündung nach sich ziehen. Auch das Risiko für Nasennebenhöhlenentzündungen ist durch die Adenoide erhöht.

Wann zum Arzt?

Wenn die Beschwerden ausgeprägt sind und Ihr Kind in seinem Allgemeinbefinden beeinträchtigt ist, sollten Sie Ihren Kinder- und Jugendarzt konsultieren.

Nasenpolypen Behandlung

Kinderärzte raten öfter zu einer operativen Entfernung der vergrößerten Rachenmandeln. Dieser Eingriff sollte aber frühestens nach dem dritten Geburtstag erfolgen. Es besteht in vielen Fällen nämlich die berechtigte Hoffnung, dass sich das Problem von selbst »auswächst«, wenn die Kinder nicht mehr so sehr von Infekten heimgesucht werden und sich die anatomischen Verhältnisse im Nasen-Rachen-Raum beim Heranwachsenden Kind nach und nach optimieren. Sie sollten sich mit Ihrem Kinderarzt bezüglich einer Operation oder alternativer Therapien ausführlich besprechen.

Nasenpolypen Selbsthilfe

– Eine mehrwöchige Teekur mit einer Heilpflanzenmischung aus Linden- und Arnikablüten sowie Salbeiblättern kann zur Behandlung vergrößerter Rachenmandeln erfolgreich sein und die Schleimhautwucherung verringern.

– Salzwasserspülungen oder – Inhalationen stabilisieren die Schleimhaut und wirken entzündlichen Reizungen entgegen.

Nasenpolypen Vorbeugung

Als vorbeugende Maßnahme sollten Sie versuchen, die Zahl der Infekte bei Ihrem Kind möglichst gering zu halten, indem Sie sein Immunsystem stärken. Neben allgemeinen Maßnahmen der »Abhärtung« wie Bewegung an frischer Luft, Kneippschen Anwendungen wie Wechselduschen und Güssen sind Ferienaufenthalte an der See eine vorzügliche Möglichkeit, die Gesundheit Ihres Kindes zu stabilisieren und vor allem grippale Infekte zu verhüten. Die salzhaltige Luft sowie das Meerwasser reinigen und regenerieren die Schleim¬häute, sodass sie gegen Entzündungsprozesse gewappnet sind.

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