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Rauvolfia serpentina (Indische Schlangenwurzel)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 11/05/2019
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Vorkommen, Verwendung

Die Indische Schlangenwurzel (Rauvolfia serpentina [L.] Benth.) ist in Indien, Ceylon und Indonesien beheimatet. Verwendet wird die getrocknete Wurzel, deren wirksame Substanzen die Alkaloide Reserpin, Ajmalin, Serpentin, Ajmalicin, Yohimbin und Sarpagin sind.

Urtinktur

D 1 AG 1/10 +

Hinweis

Das Mittel ist verschreibungspflichtig bis einschließlich der Verdünnung D 3. Sollte es in geringeren Verdünnungen angewendet werden, ist ärztlicher Rat angezeigt, da die verschiedenen Alkaloide erheblich das Tempo des Herzschlags, die Höhe des Blutdrucks und den Erregungszustand des Zentralnervensystems beeinflussen können.

Wirkung

Die Indische Schlangenwurzel wirkt besonders auf das Zentralnervensystem, die peripheren Nerven, die Herz- und Gefäßmuskulatur, die Schleimhäute der oberen Atemwege und den Magen-Darm-Trakt.

Anwendungsgebiete

Anwendung findet das Mittel zur Behandlung von Kopfschmerzen durch Blutandrang im Kopf, Bluthochdruck, Hitzewallungen, Herzangst, plötzlich einsetzender Hamflut (Urina spastica), Magen-Darm-Entzündungen, Neigung zum Schlaganfall und blutigen Schleimhautentzündungen bei Bluthochdruck. Eingesetzt werden die Urtinktur, die Verdünnungen D 1 bis D 4 und selten Ampullen mit Verdünnungen ab D 3.

Arzneimittelbild

Das Arzneimittelbild der Indischen Schlangenwurzel zeigt folgende Symptome: Blutandrang zum Kopf mit starken Kopfschmerzen (besonders an Stirn und Schläfe), die sich beim Bücken und in Wärme verschlimmern, Schwindelzustände, Konzentrationsschwäche, geistige Erschöpfung, Depressionen, Hitzewallungen zum Kopf, begleitet von kalten Füßen, Blutdruckerhöhung, Nasenbluten bei aktiver Blutgefäßüberfüllung, Herzstiche, Herzklopfen, Herzkrämpfe und Herzstolpern mit Herzbeklemmung, gefolgt von einer plötzlich einsetzenden Hamflut (Urina spastica), kreislaufbedingte Atemnot, Hitzegefühl am ganzen Körper mit Schweißausbrüchen an den Händen, in den Achselhöhlen und an den Füßen, Schlaflosigkeit, die in hellwachen Zuständen gipfelt, Magenschwäche, Sodbrennen, Magendruck und Aufstoßen nach dem Essen, Appetitlosigkeit, Magen- und Darmkrämpfe mit Durchfällen und Gesichtsblässe, Blutungen aus den Hämorrhoiden, Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und im Rachenraum, Reiz- und Krampfhusten, Schnupfen mit Neigung zu Blutungen, heftige, einschießende Nervenschmerzen im Kopfgebiet, ebensolche Schmerzen in den Gliedern und ein Gefühl der Unruhe im Blutgefäßsystem. Alle Symptome werden durch Wärme verschlimmert und durch kühle Umschläge und Bewegung an frischer Luft gebessert.

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