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Röteln (Rubella)

Von: Christa Pleyer ( mehr) 24/04/2019
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Röteln sind eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die in etwa der Hälfte der Fälle gänzlich ohne Beschwerden verläuft: Die Betroffenen merken gar nicht, dass sie Röteln haben.

Bei den anderen beginnt die Krankheit oft mit Husten, Schnupfen und eventuell leichtem Fieber. Bald zeigt sich der typische Hautausschlag: hellrote bis linsengroße Flecken, zuerst hinter den Ohren, dann am ganzen Körper, auch an der Mundschleimhaut. Typisch sind auch geschwollene Lymphknoten, die schmerzhaft sein können.

Die im Grunde harmlose Erkrankung kann bei schwangeren Frauen zu Schädigungen beim Kind führen.

Wer ist davon betroffen?

Betroffen sind in 80 bis 90 Prozent Kinder im Schulalter und Jugendliche.

Verursacht wird die Krankheit durch Rubi-Viren, die durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen – also etwa beim Husten oder Niesen – weitergegeben werden.

Ist Vorbeugung möglich?

Eine Ansteckungsgefahr besteht schon während der Inkubationszeit, wenn der Krankheitserreger bereits auf eine Person übergegangen ist, diese aber noch keine Krankheitszeichen entwickelt hat. Deshalb ist es schwierig, den Kontakt mit dem Virus zu vermeiden und sich vor einer Ansteckung direkt zu schützen.

Die einzig mögliche Vermeidung einer Infektion ist die Impfung – die Schutzrate beträgt 90 bis 95 Prozent. Sie wird, oft gemeinsam mit einer Impfung gegen Masern und Mumps, am besten spätestens bis zum vollendeten 14. Lebensmonat durchgeführt. Eine Auffrischungsimpfung soll bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erfolgen, der Mindestabstand zwischen beiden Impfungen sollte vier Wochen betragen.

Bei Mädchen sollte die Impfung, wenn Unklarheit über die Immunität besteht, vor der Pubertät nochmals wiederholt werden, um die Gefahr einer Infektion während einer späteren Schwangerschaft mit allen ihren Folgen zu reduzieren. Schwangere sollten hingegen nicht geimpft werden, und auch noch bis drei Monate nach der Impfung sollte eine Schwangerschaft verhindert werden.

Ein anderer Schutz ist die Krankheit selbst: Wer einmal Röteln hatte, bekommt sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr wieder, er ist immun.

Was Betroffene selbst tun können

Meist ist der Hautausschlag innerhalb von drei Tagen verschwunden. Eine Behandlung ist nicht möglich und auch gar nicht nötig.

Die infizierten Kinder schlafen meist sehr viel. Wenn die geschwollenen Lymphknoten schmerzen, verschafft Wärme Linderung.

Entscheidungen mit Arzt oder Ärztin

Eine Rötelnerkrankung bis zur 17. – besonders aber zwischen der vierten und achten – Schwangerschaftswoche kann das Ungeborene infizieren und zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen oder zu bleibenden Schäden wie Herzfehler, Schwerhörigkeit oder geistiger Behinderung. Eine Behandlung dieser Schäden ist nur sehr begrenzt möglich.

Besteht der Verdacht auf eine Infektion, sollte die Schwangere deshalb das weitere Vorgehen mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen. Eine nachgewiesene Infektion während der frühen Schwangerschaft gilt als Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.

Kommt ein Abbruch für die werdende Mutter nicht in Frage, ist es möglich, Antikörper gegen das Virus zu spritzen, eine Vorgangsweise, die allerdings die Infektion und alle dadurch möglicherweise verursachten Schäden nicht unbedingt verhindern kann.

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