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Schwalbenwurz (Cynanchum Vincetoxicum)

Von: Richard Willfort 07/04/2019
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Volksnamen

Giftwende – Giftwurzel – Judenwurz – St. Lorenz-Kraut – Schwalbenschwanz

Botanik

Der einfache Stengel der ausdauernden Pflanze wird bis zu 1,50 m hoch, ist stielrund, hohl und flaumig behaart. Die Blätter sind gegenständig, unten am Stengel gestielt und rundlich, oben am Stengel gestielt jedoch lanzettlich. Die hellgelben bis weißlichen Blüten sind zu blattachselständigen Blütenknäueln vereinigt. Die Pflanze ist je nach Standort sehr veränderungsfähig.

Blütezeit: Von Juni bis August,

Standort: Bevorzugt sonnige, trockene Schutthalden. Ist ausgesprochen kalkliebend.

Heilkräftiger Pflanzenteil

Gesammelt wird zumeist das blühende Kraut von Juni bis August. Früher einmal war nur die Wurzel offizineil unter dem Namen Radix Vincetoxici seu Hirundinaiae. Die Pflanze hat einen süßbitterlichen Geruch. Die frischen Wurzeln riechen stark widerlich und haben einen fast scharfen, bitterlichsüßen Geschmack. Die ganze Pflanze ist sehr giftig!

Heil- und Inhaltsstoffe: Die Schwalbenwurz hat ihren höchsten Heilstoffgehalt im Wurzelstock. Bisher wurden die beiden Glykoside Asclepiadin und Vincetoxin sowie die saponinähnliche Asclepiinsäure nachgewiesen. Weitere Inhaltsstoffe sind noch ganz sicher in der Wurzel enthalten.

Heilwirkung

In alten Zeiten galt die Schwalbenwurz als eine hervorragende Heilpflanze in der Volksheilkunde und wurde nicht umsonst „Vincetoxicum” benannt, das ist eine Siegerin über das Gift. Ohne Zuziehung des Arztes darf aber die Pflanze für keine Heilbehandlung verwendet werden! Sie gilt als ein schweißtreibendes, harntreibendes, abführförderndes und menstruationsförderndes Mittel.

Anwendung in der Homöopathie

Das homöopathische Präparat Vincetoxicum wird für die Heilbehandlung der Zuckerkrankheit verwendet.

Ferner erzielt man gute Heilerfolge bei Blutreinigung, wenn alte eitrige Geschwüre nicht heilen wollen. Richtig dosiert ein sehr gutes Abführmittel und ein harntreibendes Mittel bei Nierenleiden.

Vergiftungsersdieinungen

Die kleinsten überdosierten Gaben erregen Erbrechen; Herzlähmung ist meist die weitere Folge. Erste Hilfe wie bei Schierling.

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