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Viscum album (Weiße Mistel)

Von: Josef Heinrich P.Kreuter 05/07/2019
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Vorkommen, Verwendung

Die Weiße Mistel (Viscum album L.) ist über Europa und Nordasien verbreitet. Im Herbst werden die Pflanzen gesammelt und – solange sie noch frisch sind – verwendet. Verholzte Teile werden zuvor entfernt. Die Wirkstoffe der Weißen Mistel sind mehrere Pepside, die unter dem Sammelnamen Viscotoxin geführt werden, Cholin, Acetylcholin, Histamin, Triterpene, Flavonoide, y-Aminobuttersäure, verschiedene Alkohole, Zucker, fettes Öl und Schleim.

Urtinktur

AG 1/2

Wirkung

Die Weiße Mistel wirkt besonders auf das Zentralnervensystem, das vegetative Nervensystem (besonders den Vagusnerv), die Gebärmutter, die unteren Atemwege, die Gelenke und bösartige Tumoren.

Anwendungsgebiete

Angewendet wird die Weiße Mistel bei Bluthochdruck unbekannter Ursache, Bluthochdruck durch Gefäßverkalkung, Gefäßverkalkung, Fallsucht, anfallweise auftretender Atemnot (Asthma bronchiale), verlängerten Regelblutungen, Gebärmutterblutungen außerhalb der Regel, Muskelschmerzen, Veitstanz (Chorea minor), verschleißenden Gelenkerkrankungen und bösartigen Tumoren. Die Beobachtung, daß Mistelpräparate einen günstigen Einfluß auf bösartige Tumoren haben, stammt nicht aus der Homöopathie und wird im übrigen nur injizierbaren Mistelpräparaten zugeschrieben. Eingesetzt werden neben der Urtinktur und der Verdünnung D 2 Ampullen mit den Verdünnungen D 4, D 6, D 8, D 10, D 12, D 15 und eventuell noch höher.

Arzneimittelbild

Das Arzneimittelbild der Weißen Mistel umfaßt folgende Symptome: Blutandrang zum Kopf, Schwindelanfälle, Taumeln, Neigung zum Rückwärtsfallen, Verdrießlichkeit, innere Unruhe, Kopfschmerzen, schlechter Schlaf mit unruhigen Träumen, fallsuchtähnliche Krampfanfälle, Depressionen, Hysterie, veitstanzähnliche Bewegungsabläufe, Herzklopfen, Herzdruck, Herzangst, Pulsschläge außerhalb der regulären Schlagfolge, heftiger Krampfhusten mit Schleimrasseln in den Atemwegen, Stimmritzenkrampf, Zustände von Atemnot, Brennen der Haut, Ameisenlauf, Jucken, Kribbeln, Magendruck mit Übelkeit, zu früh und zu stark einsetzende Regel, in den Beinen und in den großen Gelenken eingeschränkte muskulöse Beweglichkeit, Müdigkeit und rheumatische Schmerzen und Unruhe in den Armen und Beinen, begleitet von zuckenden, werfenden Bewegungen. Die Beschwerden verschlimmern sich abends und nachts, sie bessern sich hingegen durch einen Schweißausbruch.

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