Help
Favorites list
Login/Register

Windpocken bei Kindern: Ursachen, Beschwerden und Selbsthilfe

Von: Dr. med Heike Bueß-Kovacs 16/12/2017
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
Speichern Drucken

Die Windpocken werden in der Fachsprache als Varizellen bezeichnet und sind ausgesprochen ansteckend.

Windpocken Ursachen

Ausgelöst werden die Windpocken durch ein Virus, das zur Gruppe der Herpesviren gehört und durch eine Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Inkubationszeit der Erkankung beträgt ungefähr sieben bis 21 Tage.

Windpocken Beschwerden

Der Windpockenausschlag geht mit roten Bläschen einher, die in der Mitte mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt sind und sehr stark jucken. Zunächst zeigt sich der Ausschlag meist auf der Brust, auf den Armen oder im Gesicht. Später kann er aber auch auf den ganzen Körper übergehen und sogar auch die Augenlider und die Mundschleimhaut befallen. Häufig ist die Krankheit von Fieber begleitet, auch Husten können die kleinen Patienten haben.

Windpocken Wann zum Arzt?

Windpocken verlaufen in den meisten Fällen harmlos. Sollte sich der Ausschlag aber sehr stark ausbreiten und Ihr Kind durch den heftigen Juckreiz sowie andere Krankheitssymptome in seinem Allgemeinbefinden (stark) beeinträchtigt sein, ist es auf jeden Fall ratsam, den Kinder- und Jugendarzt zu konsultieren. Auch hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Krämpfe sollten Sie umgehend zum Arzt führen, weil dies Symptome ein sehr seltenen Gehirnentzündung sein können.

Windpocken Behandlung

Die Varizellenerkrankung benötigt meist keine besondere Therapie. Allerdings kann das Aufkratzen der Windpockenbläschchen zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion sowie zu späteren Narben auf der Flaut führen. Besteht ein sehr starker Juckreiz, wird der Kinder- und Jugendarzt Ihrem Kind juckreizstillende Mittel verordnen, die in der Regel in Form von Salben, Puder oder Lotionen lokal aufgetragen werden.

Windpocken Selbsthilfe

– Ihr Kind braucht Ruhe und soll deshalb in der Zeit bis zur Ausheilung der Windpocken zu Hause bleiben dürfen und nicht den Kindergarten oder die Schule besuchen.

– Leichte Baumwollkleidung, die angenehm auf der Haut liegt und keine Reizung verursacht, ist jetzt wichtig, da Ihr Kind empfindlich reagiert.

– Wenn Ihr Kind noch Windeln trägt, während es mit Windpocken angesteckt worden ist, sollten Sie diese möglichst oft wechseln oder am besten ganz weglassen. Die warme, feuchte Atmosphäre, die im Windelpaket herrscht, verstärkt nämlich den Juckreiz und begünstigt die Ausbreitung der entzündlichen Hautreizung. Die Bläschen können so weniger schnell verschorfen und brauchen auch entsprchend länger, um abheilen zu können.

– Schneiden Sie die Nägel Ihres Kindes ganz kurz, damit es sich – vor allem in der Nacht – nicht die Bläschen aufkratzt.

– In der Apotheke erhalten Sie Kieselsäuregel, das mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen getupft werden sollte, um den Juckreiz zu mildern.

– Auch eine Ganzkörperabwaschung mit Obstessigwasser kühlt die Haut und mildert den Juckreiz.

Windpocken Vorbeugung

Gegen Windpocken gibt es seit einiger Zeit eine Impfung, die gut vertragen wird, die allerdings nur für Kinder und Jugendliche zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr gedacht ist.

Comment:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.