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Windpocken (Feuchtblattern): Ursachen, Selbsthilfe, Behandlung

Von: Chưa được phân loại 20/02/2019
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Beschwerden

Die Erkrankung beginnt mit Kopfschmerzen und manchmal Fieber. Meist tritt zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung am Rumpf plötzlich ein Ausschlag auf, der sich rasch ausbreitet.

Die hellroten Knötchen werden innerhalb von wenigen Stunden zu kleinen, leicht platzenden Blasen. Aus ihnen kann eine klare Flüssigkeit rinnen. Schubweise kommen immer neue Bläschen hinzu und verkrusten nach und nach. Sie können auch an der Kopfhaut oder an den Schleimhäuten (Mund, Genitalien) auftreten.

Die Körpertemperatur ist meistens nur wenig erhöht, andere Krankheitszeichen außer den Bläschen sind selten. Der Ausschlag juckt sehr stark.

Ursachen

Sehr ansteckende Viruserkrankung. Ihren Namen erhielt sie, weil sie „mit dem Wind“ übertragen wird. Auch in einem Abstand von zehn Metern vom Kranken kann man sich noch anstecken.

Erkrankungsrisiko

Am häufigsten treten Windpocken im Alter von zwei bis sieben Jahren auf.

Mögliche Folgen und Komplikationen

Normalerweise erkrankt man nur einmal im Leben an Windpocken. Wer als Kind Windpocken hatte, kann als Erwachsener eine Gürtelrose bekommen, wenn die im Körper „schlafenden“ Viren wieder „wach“ werden (Gürtelrose, Seite 511). Selten sind bei Windpocken auch Gehirnbereiche betroffen. Das Kind leidet dann häufig unter Gleichgewichtsstörungen, die aber fast immer binnen weniger Wochen wieder vergehen.

Vorbeugung

Eine Ansteckung bei Kindern zu verhindern, ist fast unmöglich.

Seit August 2004 gehört die Impfung gegen Windpocken zu den für alle Kinder empfohlenen Impfungen. Üblicherweise wird sie am Ende des ersten Lebensjahrs durchgeführt (Impfung, Seite 288).

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Die Kinderärztin oder der -arzt sollte zunächst telefonisch befragt werden, wenn
• sich der Juckreiz nicht lindern lässt (• Selbsthilfe).
• sich der Ausschlag entzündet hat. Dann sind die Bläschen gerötet und sondern eine gelbliche Flüssigkeit ab.

Sofort in die kinderärztliche Praxis oder in eine Kinderklinik, wenn
• das Kind Kopfschmerzen bekommt, der Nacken steif wird (der Kopf lässt sich nicht mehr auf die Brust drücken) oder es sich stark erbricht.
• das Kind teilnahmslos und unansprechbar wirkt.
• das Kind taumelt oder Sprachstörungen bekommt.

Selbsthilfe

Nägel: Fingernägel möglichst kurz schneiden, damit sich das Kind die Pusteln nicht aufkratzen kann. Häufiges Händewaschen und Nagelbürsten verringern die Infektionsgefahr zusätzlich. Manchmal ist es notwendig, dem Kind Baumwollhandschuhe anzuziehen, damit es sich nicht kratzen kann.

Kleidung: Locker sitzende Baumwollkleidung reizt den Ausschlag am wenigsten.

Spülen: Sind auch Mund oder Augen vom Ausschlag befallen, so lindern Gurgeln bzw. das Auswaschen der Augen mit abgekochtem Salzwasser den Juckreiz. Geben Sie 1/2 Teelöffel Salz in ein Glas Wasser

Baden: Häufiges Duschen oder Abwaschen mit lauwarmem Wasser lindert den Juckreiz und beugt einer Entzündung der Bläschen vor. Auch ein tägliches lauwarmes Bad, in das eine Tasse Backpulver geschüttet wurde, hilft. Benutzen Sie immer einen frischen Waschlappen.

Säuglinge: Sorgfältige Körperpflege und häufiges Wechseln der Leib- und Bettwäsche ist bei ihnen besonders wichtig, um einer bakteriellen Infektion der Bläschen vorzubeugen.

Behandlung

Ob Puder und Lotionen den Juckreiz stillen, ist zweifelhaft. Wahrscheinlich ersetzen diese Mittel lediglich die Empfindung „Jucken“ durch das Gefühl „kalt“ oder „warm“. Den gleichen Effekt erzielt man einfacher und billiger mit Lotio alba aquosa (aus der Apotheke). Kinder fühlen sich oft gleich weniger krank, wenn man mit einer solchen Lösung alle Windpocken betupft und sie so in einen lustigen „Fliegenpilz“ verwandelt.

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