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Zentraler Venenkatheter (ZVK)

Von: Christa Pleyer 01/01/2018
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Der zentrale Venenkatheter (ZVK) ist ein dünner Plastikschlauch, der in das Venensystem eingeführt wird und dessen Ende in der oberen oder unteren Hohlvene vor dem rechten Vorhof des Herzens liegt. Im Unterschied zu peripheren Venenkathetern erlaubt ein ZVK die Zufuhr hoch konzentrierter Elektrolyt- und Nährstofflösungen und die Messung des zentralvenösen Drucks (ZVD) als Anhalt für das intravaskuläre Volumen (Blutvolumen). Da die Anlage eines zentralen Venenkatheters aufwendiger und komplikationsträchtiger ist als die eines peripheren Katheters, bedarf es einer klaren Indikation für diesen Eingriff.

ZVKs gibt es mit bis zu sechs Lumen. Am häufigsten werden zwei- und dreilumige Varianten gewählt. Es können dann über einzelne Lumen parallel verschiedene Substanzen gegeben werden, z. B. parenterale Ernährung neben Katecholaminen und Antibiotika. Probleme, die durch eine Inkompatibilität der einzelnen Substanzen entstehen könnten, können vermieden werden.

Zugangswege

Bevorzugte Zugangswege sind die Vena jugularis interna am Hals oder die Vena subclavia unter dem Schlüsselbein. Es kann auch die Vena basalica am Arm, die Vena anonyma am Hals oder die Vena brachiocephalica verwendet werden. Der ZVK kann in der Regel 2 Wochen verbleiben, es sei den, es kommt zu klinischen Symptomen und Zeichen einer Entzündung (Temperaturanstieg, Schüttelfrost, Erhöhung der Entzündungszeichen oder Rötung der Einstichstelle). Bei klinischem Verdacht auf eine Infektion sollte der ZVK sofort entfernt und die Katheterspitzen in die Mikrobiologie geschickt werden.

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